Fintech Banken sind Online-Finanzinstitute, die vielfach ein Bankkonto bei einer herkömmlichen Bank ersetzen können. „Fintech“ steht hierbei für Finanztechnologie. Fintechbanken sind also Finanzdienstleister, die über eine E-Money Lizenz von der zuständigen Bankenaufsicht verfügen. Es handelt sich um regulierte Unternehmen, die allerdings nicht über ein Filialnetz (wie herkömmliche Banken) verfügen, sondern nur online (über eine Webseite oder App) erreichbar sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen Banken bieten Fintech Banken zumeist innovative Lösungen an (z.B.: komfortable Apps, einfache Überweisungen, Geld versenden an andere Nutzer innerhalb der Fintech Bank) und sind deutlich flexibler. Auch die Kontoeröffnung erfolgt komplett online.

Fintech Banken, die alle Funktionen eines europäischen Bankkontos anbieten (Onlinekonto, eigene IBAN, eigene Kreditkarte):

Fintech Banken für Freelancer und Unternehmen:

Außerdem findest du hier einen guten Überblick, wenn du einen Zahlungsanbieter für einen Online-Shop suchst: www.about-payments.com

Fintech Banken, die sich als Zahlungsdienstleister verstehen, und je nach Anbieter noch weitere Funktionen anbieten:

Ehemalige Fintech Banken, die heute über eine Banklizenz verfügen:

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NEU!, und deshalb noch nicht in der offiziellen Tabelle: Echtes US-Bankkonto,   zugänglich für EU-Bürger. Kein Informationsaustausch, Eröffnung komplett online. Hier bereits jetzt in die Warteliste eintragen …

Wofür benötigst du eigentlich ein Bankkonto? Für das Senden und Empfangen von Geldern, und das Bezahlen und Geld-Abheben per Kreditkarte – richtig? Normalerweise sind dies die häufigsten Anwendungszwecke eines Bankkontos. Doch – benötigst du hierfür eine Bank? Womit sich Banken oftmals schwer tun, ist für Fintech Banken eine Selbstverständlichkeit:

  • Einfache und schnelle Kontoeröffnung (online)
  • Innovative Leistungen, wie z.B. Apps, die in Echtzeit Zahlungen anzeigen
  • Kein unnötiger Datenaustausch (Fintech Banken unterliegen nicht dem Internationalen Informationsaustausch)
  • Keine unnötigen Schufa-Abfragen o.ä. Die Konten werden im Guthaben geführt

Das einzig nennenswerte Bankkonto, das alle Vorteile einer Fintech Bank bietet (kostenfreies Konto, gute App, weltweit kostenfrei Geld abheben und bezahlen) ist das Cash-Konto der DKB – absolut empfehlenswert. Ansonsten sind Fintech Banken bei herkömmlichen Bankdienstleistungen den alten Banken bei weitem überlegen.

Vorteile von Fintech Banken können sein: Einfache und schnelle Kontoeröffnung, auch für Schuldner geeignet (eine Schufa-Abfrage erfolgt für gewöhnlich nicht), innovative Produkte sowie günstiges und sicheres Banking.

Interessant sind hierbei vor allem Fintech Banken, die alle Funktionen eines herkömmlichen Bankkontos abdecken, d.h.: Eigene IBAN, Kreditkarte um online und offline zu bezahlen, App für Mobile Banking. In der Auflistung findest du auch Fintech Banken, die dir keine eigene IBAN anbieten, sondern du Geld über eine Sammel-IBAN einzahlen musst, diese ersetzen ein Bankkonto nur bedingt und sind entsprechend gekennzeichnet. In der Liste enthalten sind ebenfalls Anbieter, die früher Fintech Banken waren, und mittlerweile eine eigene Banklizenz verfügen (z.B. N26), sind aber auch entsprechend gekennzeichnet.

Banken sind im allgemeinen eher schwerfällige Dinosaurier, die ihre Kunden mit allen Formalitäten belästigen (müssen). Die Finanzindustrie wurde im Zuge diverser Krisen in der Vergangenheit – und auf der anderen Seite aufgrund bekannter Geldwäsche- und Steuerhinterziehungsskandale immer weiter reguliert. Etwas mehr Ruhe und Flexibilität hat man mit einem Fintech Bankkonto. Zwar agieren auch diese Anbieter nicht im luftleeren Raum – kriminelle Machenschaften werden auch von Fintech Banken nicht toleriert. Jedoch sind diese Anbieter schlicht und einfach moderner aufgestellt, und für die Standard-Banking-Anforderungen bestens geeignet. Mehr zum Thema Fintech findest du hier bei wikipedia.

Neben all diesen Vorteilen läßt sich nur ein einziger Nachteil ausmachen: Die Fintech-Banken unterliegen nicht der Einlagensicherung der entsprechenden Länder. Geschäftsbanken mit einer Vollbanklizenz jedoch verfügen über eine Einlagensicherung von 100.000 €. Das bedeutet: Sollte eine „normale“ Bank (z.B. Sparkasse, Volksbank) pleite gehen, erhalten die Kunden ihre Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 € zurück. Alles darüber wird nicht erstattet.

Jedoch: Warum gibt es diese staatliche Einlagensicherung? Richtig: Weil herkömmliche Banken mit ihren Kundengeldern spekulieren, und somit auch Verluste machen können. Hand aufs Herz: Oftmals möchtest du überhaupt nicht wissen, was deine Bank mit deinem Geld alles macht und unterstützt. So sind mehrere Banken im Zuge der letzten Banken-Krise Pleite gegangen, weil in großer Teil der Investitionen in faulen Krediten angelegt war.

Fintech Banken jedoch kümmern sich nicht um Spekulationen, sondern um Bankgeschäft. Sie verdienen ihr Geld z.B. bei Zahlungen mit Kreditkarte, genaue: mit der Spanne zwischen deiner Zahlung als Kunde, und den Prozenten, die einem Händler bei Kreditkartenzahlung abgezogen wird. Manche Anbieter erheben für die ein- oder andere Dienstleistung noch moderate Gebühren.

Ab du einer Fintech Bank größere Geldbeträge anvertrauen möchtest, liegt selbstverständlich bei dir. Banken sind in der Vergangenheit immer wieder pleite gegangen, Fintech Banken noch nicht.

Da Fintech Anbieter keine Filialen (wie Banken) besitzen und unterhalten, verläuft die Kontoeröffnung etwas anders, nämlich online. Mittlerweile haben allerdings sich auch einige Banken dieses Verfahren abgeschaut, und bieten eine Kontoeröffnung mit sogenanntem „Video-Ident“ an. Was du in jedem Fall benötigst, um ein Bankkonto bei einem Fintech zu eröffnen: Einen aktuellen Ausweis oder Reisepass (bei britischen Anbietern genügt oftmals der Führerschein), und eine aktuelle Utility Bill, zu deutsch: Verbrauchsrechnung.

Mit Reisepass oder Ausweis verifizierst du deine Identität. Mit der Verbrauchsrechnung bestätigst du deinen Wohnsitz, also deine Adresse. Als Verbrauchsrechnung auf jeden Fall anerkannt: Strom-, Wasser-, Telefon- oder Internet-Rechnung auf deinen Namen. Was die meinsten Fintech Provider ebenfalls akzeptieren, ist ein Kontoauszug (bank statement) einer bestehenden Bankverbindung, auf der dein Name und die Adresse angegeben sind.

Zusätzlich benötigst du für die Kontoeröffnung eine E-Mail Adresse (für Korrespondenz, und um ggf. ein Session-Passwort zu verschicken) und eine Mobilnummer, die ebenfalls für sicherheitsrelevante Verfahren (z.B. 2FA) hinterlegt wird.

Ein reines Online-Bankkonto für ein- und ausgehende Zahlungen ist schön und recht, aber schließlich möchtest du hin- und wieder etwas bezahlen, oder Bargeld an einem Automaten abgehen? Für diesen Zweck benötigst du eine Kreditkarte, die alle der o.g. Anbieter anbieten. Anbieter ohne Karte werden in der Liste nicht aufgenommen. Genaugenommen handelt es sich bei den Karten nicht um Kredit- sondern um Debitkarten. D.h.: Die Karten werden auf Guthabenbasis geführt – du kannst dich nicht verschulden.

So sind die Karten entweder direkt mit deinem Konto verknüpft (z.B. Revolut), oder du kannst die Karte mit dem von dir gewünschten Betrag aufladen (z.B. Paysera), und somit den verfügbaren Betrag regulieren. Da die meisten der Fintech Banken über hervorragende Apps verfügen, kannst du die Karte jederzeit per Knopfdruck aufladen, temporär oder dauerhaft sperren, oftmals die PIN ändern, und je nach Anbieter noch weitere Einstellungen vornehmen.

Nachdem du eine Karte bestellt hast dauert es in der Regel 1-2 Wochen, bis die Karte bei dir eintrifft. Anschließend schaltest du die Karte in deinem Online-Konto frei (Mißbrauchsschutz), und kannst sie daraufhin verwenden. Gängig sind Karten von VISA und Mastercard.

Auch bei Fintechs gibts es unterschiedliche Angebote und Gebühren. Der Anbieter, der ein paar Cent pro Monat für seine Kreditkarte verlangt muss deshalb noch nicht teuer sein. Je nach Verwendungszweck (das hängt von dir ab) verlangen die Anbieter teilweise verschiedene Zusatzgebühren, die du vorher prüfen solltest:

  • Geld einzahlen über SEPA (sollte kostenfrei sein, du möchtest das Konto schließlich als Äquivalent zum Bankkonto nutzen)
  • Online-Zahlungen (Geld überweisen)
  • POS-Zahlungen (Zahlungen mit Karte)
  • Monats- oder Jahresgebühren für das Konto
  • Monats- oder Jahresgebühren für die Karte
  • Gebühren für das Geld abheben (in % oder Fixbetrag)
  • Gebühren für das Aufladen der Karte
  • Manchmal: Gebühren bei längerer Inaktivität
  • usw.

.. wie eben bei herkömmlichen Banken auch. Ebenfalls ein Kriterium kann sein, wie lange es den Anbieter schon gibt. Im Zweifelsfall ist es sicherer, einen Anbieter zu wählen den es bereits seit über 10 Jahren gibt, als ein Startup, das erst seit ein paar Monaten existiert, und mit „alles kostenfrei“ wirbt. Überlege dir, wofür du das Konto benötigst, und wähle entsprechend. Es schadet auch nicht, 2- oder 3 Konten zu eröffnen, je nach Verwendungszweck. Du hast sicherlich auch mehrere Bankonten.